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Wissenswertes
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Das ofenlose Haus wird es genauso wenig geben,
wie den eisfreien Winter. Wilfried Schrem, 2006
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Der Mensch bastelte sich vor knapp 1000 Jahren
in unseren Breitengraden die ersten Öfen aus Stein und
Keramik, war erst vor knapp 500 Jahren imstande, solche zu gießen,
begann erst vor 300 Jahren ernsthaft über die Effizienz
seiner Heizgeräte nachzudenken und ließ gar erst
vor 100 Jahren Dauerbrandöfen in Serie gehen. Warum wir
dies erwähnen? Weil eine Entwicklung von Kultur ohne Feuer
und Ofen undenkbar gewesen wäre und auch weiterhin undenkbar
ist. Der Ofen als "in Form gebrachtes Feuer" war ein elementarer
kultureller Entwicklungsschritt in der Geschichte der Menschheit.
Und mit Sicherheit die schönste und faszinierendste Erfindung
schlechthin. Er verhalf dem Menschen zu Selbstständigkeit
und Autonomie, zu einer warmen Stube und damit einem freien
Geist. Zu hochtrabend? Ob wohl Menschen wie Schopenhauer, Dürer
oder Rembrandt mit kalten Füßen und eisklammen Fingern
zu so genialen Gedanken und Werken fähig gewesen wären?
Kurzum: Der Ofen gehört, so meinen wir, zu den Kulturgütern
erster Ordnung.
Und, nicht zu vergessen:
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Als es ein lustig Ding ist, zu sehen eine hübsche
Frau und ein hübschen Ofen in einer Stube.
Johannes Pauli in seinem Schwankbuch "Schimpf und Ernst" (1519)
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Der Ofen war immer schon, ganz nebenbei, mehr
als nur ein Gerät gegen das Frieren. Er war und ist auch
Kunstobjekt. |
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Ofen - Ofenkunst - Kunstofen
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Auf dem Gebiet der Kunstwissenschaft und des
Kunsthandwerks taucht der Begriff "Kunstofen" erst Mitte der
60er-Jahre auf. Immerhin wird dabei von vornherein auf die total
unterschiedliche Herstellungsmethode hingewiesen: Hafnerarbeit
einerseits, Eisenkunstguss andererseits. Auch wurde die zu diskutierende
Zeitspanne - Gotik bis Jugendstil - erstmalig formal gleichbehandelt,
auch wenn die "Eisenleute" durch z. T. ermüdende Detaildiskussionen
den Ofen vor lauter Platten nicht mehr erkennen konnten. Es
gibt mehr Fachliteratur über Ofenplatten als über
Öfen!
"Die Anfänge des Ofenbaus lassen sich bis in die graue
Vorzeit zurückverfolgen. Aus den primitivsten, rein zweckbedingten
archaischen Urformen entwickelten sich die Heizkörper im
Laufe der Jahrhunderte zu den kunsthandwerklich vollendeten
und ästhetisch bezaubernden Meisterwerken späterer
Epochen. Unzählige wertvolle Öfen sind der Zeit zum
Opfer gefallen, nicht wenige aus purem Unverstand vernichtet,
und ein Großteil ist noch in jüngster Zeit unter
den Einwirkungen der beiden letzten Kriege in Schutt und Asche
gelegt worden. Was heute noch an bemerkenswerten Objekten vorhanden
ist, findet sich, leider meist nur wenig beachtet, in der Obhut
von Museen, Schlössern und Burgen, aber auch - schwer auffindbar
- vereinzelt in Bürger- und Bauernhäusern. Hier ist
noch viel zu entdecken und sicherzustellen."
Zitat: "Der deutsche Ofen", Fritz Blümel. |
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© Märchenofen 2010
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