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Warum alte Gusseisenöfen?
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Seit jeher haben findige Ofenbauer versucht, die Kraft des Feuers möglichst wirksam in nutzbare Wärme umzusetzen. Manche Versuche hielten nicht, was sie in den Köpfen und auf dem Papier versprachen. Gutes aber wurde beibehalten und weiterentwickelt. So sind einige wenige bewährte Ofentypen übriggeblieben aus jener Zeit, da Heizen mit Einzelöfen in unseren Breitengraden bereits einen luxuriösen Fortschritt darstellte, um dem Kältetod zu entgehen. Fast schon lächerlich wirkt in diesem Zusammenhang rückblickend der Versuch der Siebziger- / Achtzigerjahre, das Holzfeuer im sog. modernen Kaminofen der 1. Generation als vermeintlichem
"irischen Dauerbrandholz(kohle)ofen" neu zu erfinden, endete er doch vielfach eher in Holzvernichtungs- und Rußmaschinen.
Fakt ist: Bei der "Kreation" neuer Öfen wurde und wird auf althergebrachte Kriterien im Ofenbau zurückgegriffen.
Doch hat uns der Glaube an den Fortschritt den Blick fürs Wesentliche verstellt. Wie heißt es doch so schön in einem Informationsblatt der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie: "Moderne Produktgestaltung ist im Laufe der Jahre immer schwieriger geworden. Damit das Design dabei nicht zum Selbstzweck wird, sollte sich die Form allerdings nach der Funktion richten". Bitte vergleichen Sie unter diesem Aspekt selbst - Öfen einst und Öfen heute ...
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Neben dem klassischen Etagenofen, wie wir ihn als Modell 2 B Classic im aktuellen Programm der Fa. Morso finden, hat sich vor allem der historische "Füllregulierofen" bewährt. In seiner ursprünglichen Bauweise als "Allesbrenner" gedacht, wird er heute von uns im Zuge der Restaurierung für Holzbrand optimiert. Die technischen Vorzüge der schlanken, hohen Brennkammer liegen dabei auf der Hand: Bei richtig gesteuerter Luftführung ermöglicht sie - wie ursprünglich vorgesehen - einen stehenden Abbrand von oben nach unten, neudeutsch so schön als "top-down-Verbrennung" bezeichnet.
Ein gutes Beispiel ist unser "Märchenofen".
Die Ausbrandzonen ergeben sich aufgrund der Zuganordnungen z.T. von selbst. Bei nur primärluftgeführten Öfen (Kohleöfen) ist diese Art des Abbrands nicht möglich. Auch die längere Gluthaltung aufgrund massiv ausgemauerter Brennkammern ohne "Glasscheibenwärmeentzug" und "ein rauch- und staubfreies Nachlegen" über kleine Feuerungstüren schmälern mit Sicherheit nicht die Betreiberfreude.
Zudem…nicht nur Augenweide - einem schönen alten Gusseisenofen muss man zuhören können.
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Ganz nebenbei bedeutet die Instandsetzung alter Öfen aber auch ein Stück weit Ressourcenschonung. Bei der Restaurierung verbrauchen wir nur einen Bruchteil der Primärenergie, die zur Herstellung eines neuen Ofens notwendig wäre.
Warum soll nicht erhalten werden, was erhaltens - "wert" ist?
Der gute alte Ofen braucht seine Langlebigkeit nicht mehr zu beweisen...
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Nicht zuletzt bieten alte Gusseisenöfen ein breites und vielfältiges Spektrum an ungewöhnlichen, interessanten und schönen Heizideen für nahezu jeden Wohnstil. Große und kleine Heizprobleme werden oft verblüffend einfach und unkonventionell gelöst. Der Charakter des Einzelstücks, in liebevoller Verarbeitung und nicht soeben "vom Band gelaufen", macht einen zusätzlichen Reiz aus. Zudem (er-)hält der Betreiber heimisches Kulturgut lebendig. Für Menschen mit Spaß am Ausgefallenen und nicht Alltäglichen sind alte Gusseisenöfen daher eine reizvolle Alternative zu Bekanntem und Gängigem. |
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© Märchenofen 2011
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